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Blick ins Buch - Der 32. Brief aus C. G. Salzmanns „Carl von Carlsberg". © BSB; P.o.germ. 1208-170; S. 175–197, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10117875-8.
Begegnung mit drei Armen im Wald
In der Frühen Neuzeit wurden arme Menschen häufig mit Vorurteilen belegt, über welche man oft auch ihr Elend begründete und Ihnen selbst die Schuld daran zuschrieb.
Eine andere Erklärung hierfür zeigt Christian Gotthilf Salzmann (1744-1811) in seinem Briefroman auf. Besonders veranschaulicht wird dies im zweiunddreißigsten Brief, in welchem der Oberst von Brav dem jungen Adeligen Carl seine zufällige Begegnung mit drei Armen schildert. Diesen war er begegnet, als er in einer Holzfällerhütte Unterschlupf vor einem Sturm suchte. Im Laufe des Treffens erzählten die drei Armen dem Oberst ihre Lebensgeschichten. Anschließend diskutierten sie noch über die Gründe für das menschliche Elend und ob sich dies lösen lassen könnte. Als Oberst von Brav wieder aufbrach, schenkte er zwei der Armen noch eine Spende und gab dem dritten eine Anstellung.